Im Bild (v.l.): Simon Laganda, Ludwig Fabi und Peppi Stecher.
Das Malser Lido 1961.
Wassermühlen an der Puni 1905.

Mals gestern und heute

Publiziert in 19 / 2026 - Erschienen am 20. Oktober 2026

Mals - Im Rahmen des Malser Bildungsherbstes wurden in Mals wieder besondere Akzente gesetzt, war kürzlich in Mals zu erfahren. Aus der umfangreichen Privatsammlung von Postkarten und Fotos des leidenschaftlichen Sammlers Peppi Stecher hat man ganz besondere Motive herausgesucht und sie auf Stelen vergrößert dargestellt. Zu den Bildern hat Ludwig Fabi vom Bildungsausschuss die dazugehörigen Geschichten gesammelt und Informationstexte verfasst. Viele Menschen erinnern sich noch an das erste Lido in Mals, an den Kinoplatz oder an längst geschlossene Gasthäuser. Die Stelen, von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, stehen nun dort, wo die dargestellten Bilder einen Bezug haben. „Sie sind für den Betrachter eine Gegenüberstellung zwischen gestern und heute und gleichzeitig eine Begleitung für die nächste Generation“, erklärte Ludwig Fabi. Ob die Entwicklung immer gut sei, liege im Auge des Betrachters. Als eine weitere Aktion stellte Fabi ein Dialektmemory vor, das es kurz vor Weihnachten zu erwerben gibt. Emma Notte hatte beinahe in Vergessenheit geratene Dialektworte und Begriffe gesammelt und für das Memory zur Verfügung gestellt. 

40. Todestag von Karl Plattner

Im Laufe der Jahrhunderte waren es immer wieder Künstlerinnen und Künstler, die Werke in den unterschiedlichsten Bereichen geschaffen und auch im Vinschgau ihre Spuren hinterlassen haben, sagte Kulturreferent Simon Laganda. Einer der wichtigsten ist der in Mals geborene Karl Plattner , der bedeutendste Maler des 20. Jahrhundert Gesamttirols. Wenngleich er größtenteils in Mailand, Frankreich und Brasilien lebte, hat Karl Plattner (1919-1986) den Kontakt zu seiner Herkunftsfamilie und zu seinem Geburtsort nie verloren. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn die Malserinnen und Malser das Andenken an den berühmten Sohn ihres Dorfes hochhalten möchten. So wurde bereits im Jahr 1994 die Grundschule nach Karl Plattner benannt. Der Schriftzug wurde bei Umbauarbeiten nicht mehr sichtbar, soll aber neu angebracht und im Zuge eines Festaktes am 17. November enthüllt werden, erklärte der zuständige Referent. Bei dieser Gelegenheit werden auch die Malser Grundschüler zeigen, was sie im Rahmen eines Projektes rund um Karl Plattner erarbeitet haben. „Das ist ein tolles Projekt“, verriet Simon Laganda. Am 8. Dezember wird im Rahmen eines Festaktes zum 40. Todestages vom Karl Plattner die berühmte Pietà von Alsack unter Denkmalschutz gestellt und gleichzeitig die überarbeitete Neuauflage des Büchleins zum Leben und Werk von Karl Plattner der Öffentlichkeit präsentiert. Wenn die Tage kürzer und die Nächste länger werden, ist eine weitere Aktion geplant: Werke von Karl Plattner sollen voraussichtlich ebenfalls am 8. Dezember als Lichtinstallationen auf Häuser im Malser Ortskern projiziert werden, damit sich die Menschen mit dem künstlerischen Schaffen von Karl Plattner auseinandersetzen. „Wir möchten der Bevölkerung bewusst machen, was für ein großer Künstler bei uns in Mals geboren ist“, so Simon Laganda.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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