Museum Kalkofen offiziell eröffnet

Publiziert in 10 / 2026 - Erschienen am 19. Mai 2026

Prad - Mit einer würdigen Feier wurde kürzlich auf Einladung der Gemeinde Prad das neue Museum Kalkofen in der Prader Schmelz offiziell seiner Bestimmung übergeben. Viele Bürgerinnen und Bürger, Vertreter öffentlicher Institutionen, Projektanten, ausführende Firmen sowie Vertreter unterstützender und geldgebender Einrichtungen waren zur Eröffnung gekommen. Bürgermeister Rafael Alber zeigte sich erfreut über die gelungene Umsetzung des Projektes und sprach von einem wichtigen Ort der Erinnerung und Begegnung für kommende Generationen. Seine Dankesworte galten allen, die in irgendeiner Form in den vergangenen Jahren zur Aufwertung der Struktur einen Beitrag geleistet haben. Einen besonderen Dank zollte er dem ehemaligen, jedoch bis heute engagierten Dorfchronisten Ludwig Veith, der sein umfangreiches Wissen zur Wiederbelebung der Struktur eingebracht hatte. Rafael Alber erinnerte auch an den kürzlich verstorbenen Projektanten Sebastian Marseiler, für den eine Gedenkminute eingelegt wurde. Kulturlandesrat Philipp Achammer hob den großen kulturellen Wert der Anlage hervor und dankte allen Beteiligten. Ludwig Veith informierte über die geschichtliche Entwicklung des Kalkofens und beleuchtete die frühere Bedeutung des Kalkbrennens für die Region. Architekt Kurt Stecher ging auf die baugeschichtlichen Besonderheiten des Gebäudes ein sowie auf die Herausforderungen bei der sorgfältigen Restaurierung und musealen Gestaltung der Anlage. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Konrad. Im Anschluss an den offiziellen Teil fand eine Führung durch das Museum statt. Zum Ausklang lud die Gemeinde zu einem Buffet ein, vorbereitet von der Bürgergenossenschaft Obervinschgau. Der Kalkofen wird derzeit vom Tourismusverein Prad für Führungen unterschiedlichster Art genutzt. Die Besichtigungen werden jeweils individuell gestaltet und an die unterschiedlichen Interessen und Altersgruppen angepasst. Künftig soll der Kalkofen jedoch nicht nur als Museum und Lernort dienen, sondern auch Raum für verschiedene Veranstaltungen im Gebäude selbst sowie im Außenbereich bieten. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde eine Haus- und Tarifordnung ausgearbeitet. Damit verbunden ist der Gedanke, den Kalkofen mit Leben zu erfüllen und ihn als kulturellen und gesellschaftlichen Treffpunkt für eine breite interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Redaktion

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