Bei der Eröffnung (v.l.): Abteilungsdirektorin Virna Bussadori, Gemeindereferent Michael Ganthaler, Landesrat Christian Bianchi, Richard Theiner, Naturpark-hausleiterin Annamaria Gapp, Landesrat Peter Brunner, die beiden früheren Bürgermeister Walter Weiss und Andreas Heidegger sowie der amtierende BM Zeno Christanell.

Naturparkhaus eröffnet

„Respekt vor Natur und Schöpfung vermitteln“

Publiziert in 12 / 2024 - Erschienen am 2. Juli 2024

NATURNS - „Gut Ding braucht Weile“, blickte der Naturnser Bürgermeister Zeno Christanell bei der Eröffnung des Naturparkhauses Texelgruppe am 13. Juni in Naturns zurück. Bereits vor rund 10 Jahren, als Richard Theiner noch Energie- und Umweltlandesrat war, war für die Errichtung des neuen Naturparkhauses in Naturns ein Planungswettbewerb ausgeschrieben worden. Rund sechs Jahre später wurde mit den Bauarbeiten begonnen – diese mussten aufgrund der Coronaviruskrise abrupt abgebrochen werden. Im Juni 2023 konnten das Gebäude, das Außengelände und der neue Bernardin-Astfäller-Platz im Ortsteil Kompatsch vonseiten der Gemeinde schließlich ihrer Bestimmung übergeben werden. Um die Einrichtung und die Ausstellung im neuen Gebäude kümmerte sich anschließend das Land. Seit Ende März ist das Haus für Besucherinnen und Besucher zugänglich. „Naturns ist um eine wichtige öffentliche Einrichtung reicher“, unterstrich Christanell. Das Haus stehe insbesondere dafür, „Respekt vor der Natur und Schöpfung zu vermitteln“.  Das Naturparkhaus in Naturns hat eine lange Tradition. 1984 war es unter Bürgermeister Walter Weiss bei der Mittelschule von Naturns eingerichtet worden, seit 1992 hatte sich an der Form der Dauerausstellung und am Gebäude nichts mehr verändert. Nun präsentiere sich das Haus „im neuen Kleid, zeitgemäß und modern“, freute sich Christanell. Viel Lob ging dabei an den für das Naturparkhaus zuständigen Gemeindereferenten und Vize-Bürgermeister Michael Ganthaler sowie an Annamaria Gapp, die das Haus seit fast zehn Jahren leitet.

Beispielhafte Zusammenarbeit

Die Landesräte Peter Brunner und Christian Bianchi hoben die gute Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Verwaltungen, sprich Gemeinde und Land, hervor. Brunner war sich sicher: „Jeder Euro an Geld, der hier investiert wurde, ist gut investiert“. Es gehe auch darum, der Jugend und den Menschen Werte zu vermitteln und den Stellenwert der Natur aufzuzeigen. Gebaut und finanziert worden ist das neue Naturparkhaus von der Gemeinde Naturns. Die Kosten für den Bau des Gebäudes und die Gestaltung des Außenbereichs inklusive technischer Spesen und Steuern betrugen rund 2,5 Millionen Euro. Das Architekturbüro AREA Architetti Associati aus Bozen hatte den Planungswettbewerb gewonnen. Die Dauerausstellung dagegen wurde von der Landesabteilung Hochbau und Technischer Dienst unter dem Verfahrensverantwortlichen Hans Peter Santer in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur geplant, errichtet und finanziert. Rund 1,6 Millionen Euro wurden dafür aufgebracht. Die Ausstellung umfasst 600 Quadratmeter, ist dem Thema Wasser – von der Etsch im Talboden bis ins ewige Eis der Gletscher – gewidmet und erzählt viel Wissenswertes über die verschiedenen Höhenstufen des Naturparks Texelgruppe. „Unsere Naturparkhäuser sind Dreh- und Angelpunkt der Informations- und Umweltbildungsarbeit. Hier kann man die große Welt des Naturparks im Kleinen erleben, Tiere, Pflanzen und Lebensräume besser kennenlernen und sich nützliche Informationen für den Aufenthalt im Schutzgebiet einholen“, so Virna Bussadori, Direktorin der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. Pfarrer Christoph Wiesler segnete das Haus und betonte: „Herr, segne dieses Naturparkhaus, vor allem aber segne uns Menschen, dass wir achtsam sind im Umgang mit Natur und Schöpfung“. Für Musik sorgte das Hornensemble der MK Naturns.

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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