Die Zeltlagerwoche konnte trotz Corona und Feuer durchgeführt werden.
Jakob Oester

Zeltlagerwoche trotz Corona und Brandstiftung

Publiziert in 27 / 2020 - Erschienen am 6. August 2020

Prad - Seit über 30 Jahren organisiert der Verein newlife mit Sitz in Schlanders Zeltlager für Kinder aus ganz Südtirol. So war es auch für heuer wieder geplant, doch aufgrund der Situation erschien es so, dass auch das Zeltlager dem Coronavirus zum Opfer fallen würde. Als die Landesregierung Anfang Juni die Möglichkeit schuf, „Covid-19-freie Zonen“ einzurichten, indem alle teilnehmenden Kinder und Mitarbeiter sich zuvor einem PCR Test unterziehen sollten, schöpfte Jakob Oester, Zeltlagerleiter der ersten Stunde, neue Hoffnung. „Es war ein großer organisatorischer Mehraufwand, aber das war es uns wert“, so Oester. „Wir wollten diese Zeltlagerwoche den Kindern unbedingt ermöglichen, zumal die letzten Monate mit vielen Einschränkungen für die Kinder und ihren Familien verbunden waren.“ Nachdem alle 66 Kinder und fast 40 Betreuer sowie andere Mitarbeiter sich den Tests unterzogen hatten und die Tests alle negativ ausgefallen waren, schien dem Zeltlager nichts mehr im Wege zu stehen. Doch dann die Hiobsbotschaft zwei Tage vor dem Zeltlageraufbau: Brandstiftung sorgte dafür, dass der Großteil der Strukturen auf dem Countryfestplatz in Prad, wo das Zeltlager stattfinden sollte, den Flammen zum Opfer fiel. Doch dank großer Gunst und praktischer Unterstützung von Seiten des Hockeyclubs, der Gemeindeverwaltung von Prad und anderen Freunden des Zeltlagers war es möglich, innerhalb eines Tages eine mobile Küche, Kühl- und Abspülwagen, sanitäre Anlagen, sowie Strom- und Wasseranschlüsse auf den Platz zu bringen. Am 18. Juli wurden die Zelte aufgebaut und weitere Vorbereitungen getroffen, und am Sonntag, 19. Juli, konnten die Kinder willkommen geheißen werden. Sie tauchten in die Indianerwelt ein und erlebten eine aufregende Woche in „Little Pradley“ als „Berg-, Wald-, Prärie- und Flussindianer“. Außer den täglichen Temperaturmessungen der gesamten Lagergemeinschaft deutete nichts auf Corona hin. Alle konnten ungezwungen ohne Sicherheitsabstand und Masken diese Tage miteinander verbringen. „Da wir ein christlich ausgerichtetes Lager sind, ist es uns auch ein Anliegen, neben Abenteuer, Spiel und Spaß, den Kindern auf altersgerechte Weise von Gottes Liebe zu erzählen“, sagt Jakob Oester. Am 25. Juli wurden die Kinder wieder abgeholt. Nicht nur sie, sondern auch die Eltern waren glücklich und dankbar, dass die Zeltlagerwoche trotz Corona und Feuer durchgeführt werden konnte.

Redaktion

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