Alpini überfluten Schlanders
Publiziert in 22 / 2011 - Erschienen am 8. Juni 2011
Schlanders – Rund 1.500 ehemalige Alpini-Soldaten und Familienangehörige sowie Freunde derselben bevölkerten am letzten Wochenende im Mai den Vinschger Hauptort. Das große Alpini-Treffen bot vielen die Gelegenheit, einander wieder zu sehen und alte Erinnerungen aufzufrischen. Höhepunkte des zweitägigen Treffens des ehemaligen „5° reggimento artiglieria da montagna, ‚Bergamo‘“ waren eine Kranzniederlegung im Friedhof von Schlanders, ein Umzug durch das Dorf, angeführt von der Bürgerkapelle Schlanders, das Hissen der Fahne am Eingang der Drusus-Kaserne, die Ansprachen hochrangiger Militär- bzw. Alpini-Vertreter, ein Gottesdienst im Kasernenhof sowie ein Festessen, ebenfalls in der Kaserne. Bürgermeister Dieter Pinggera, der Hausherr und Verwalter des ehemaligen, im Sommer 2010 vom Staat auf das Land übergegangenen Militärgeländes, nahm an beiden Tagen am Treffen teil. Am Sonntag war auch sein Bozner Amtskollege Luigi Spagnolli nach Schlanders gekommen. Er wollte wohl Erfahrungen für das 85. Treffen der Alpini sammeln, das am 12. und 13. Mai 2012 in Bozen stattfindet und zu dem über 400.000 Besucher erwartet werden.
Das Alpini-Regiment in Schlanders wurde am 6. November 1995 aufgelöst und nach Meran verlegt, wo am 15. Mai 2001 die endgültige Auflösung erfolgte. Erich Grassl, ehemals Bürgermeister von Martell und nach wie vor ‚feuriger’ Präsident der Alpini-Vereinigung Schlanders, zog ein positives Resümee des Treffens: „Es gab viele positive Rückmeldungen. Besonders gefreut hat mich, dass die Schlanderser Bevölkerung die Alpini herzlich aufgenommen hat.“
Kommen Flüchtlinge?
Am 30. Mai wurde bekannt, dass in der Drusus-Kaserne möglicherweise Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Es war die Landesregierung, die über zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten beriet. „Wir tendieren zu einer Unterbringung in Ex-Kasernen“, sagte der Landeshauptmann und nannte als Beispiele die Ex-Kasernen in Schlanders, Rasen oder Gossensaß.
Josef Laner