Bürgermeister Arnold Schuler (am Rednerpult) bei seinem Impulsreferat.

Seite an Seite mit den Gemeinden

Publiziert in 22 / 2006 - Erschienen am 11. Oktober 2006
Bozen/Morter – Drei Vinschger haben den 2. GemNova.net-Kongress an der Europäischen Akademie (EURAC) in Bozen entscheidend mitgeprägt. Josef Bernhart aus Morter ist stellvertretender Leiter des EURAC-Institutes für Public Management und war Ko-Moderator der Veranstaltung. Der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, der Plauser Bürgermeister Arnold Schuler, setzte mit „Gemeinden im Umbruch“ das erste Impulsreferat und Georg Wunderer, Obmann der Energie-Gesellschaft Prad, berichtete den 200 Teilnehmern aus Nord- und Südtirol über die „Zukunft der gemeindeeigenen Kraftwerke“. „Der Vinschger“ hat Josef Bernhart einige Fragen zu Ziel und Zukunft des „Gemeindenetzwerkes“ gestellt. „Der Vinschger“: Herr Bernhart, was ist los in den Gemeinden? Warum sollen sich Gemeinden an „GemNova.net“ oder wie Sie es nennen - an das „grenzüberschreitende Innovationsnetzwerk“ wenden? Josef Bernhart: Es kommt eine Reihe von Problemen, umschrieben als Herausforderungen, auf unsere Gemeinden zu. Denken Sie an den Verkehr, an die Überalterung und den Bedarf an Pflegeplätzen, aber auch an die Kinderbetreuung, an das Freizeitangebot, die Abwanderung der Kaufkraft, die Zuwanderung oder an den immer härter werdenden Wettbewerb als Wirtschaftsstandort. „Der Vinschger“: Und was kann man mit GemNova.net erreichen? Josef Bernhart: Das grenzüberschreitenden Innovationsnetzwerk „GemNova.net“ erlaubt über das Internet unter www.gemnova.net Zugriff auf Informationen über bereits funktionierende Verwaltungsprojekte. Die Themenpalette ist breit und reicht von energiesparenden Gemeindebauten über die Aufwertung von Orts- und Stadtzentren bis hin zu Vor- und Nachteilen von Kunstrasen für Fußballplätze. So breit wie die Aufgaben der Gemeinden ist auch das Informationsangebot. „Der Vinschger“: Wie könnte sich so eine Zusammenarbeit konkret abspielen? Josef Bernhart: Das GemNova.net-Team ist immer auf der Suche nach innovativen Lösungen und stellt diese laufend über das Netzwerk vor, nicht nur im Internet, sondern auch auf Fachveranstaltungen und Kongressen, darüber werden die Gemeinden natürlich informiert und dazu werden sie auch eingeladen. Ein konkretes Beispiel ist die „Potential-Analyse“, der bereits über 40 Gemeinden in Südtirol und weitere in Tirol unterzogen wurden. Hierzu wertet unser Team aktuelle Finanz- und Strukturdaten aus und jede Gemeinde kann per Mausklick sofort sehen, wie sie im Vergleich zu den anderen steht. Aktuell ist derzeit das Thema Orts- und Stadtmarketing. Am 13. April 2007 findet an der EURAC ein eigenes Seminar darüber statt, wie sich Gemeinden und Städte erfolgreich positionieren können. Interview: Günther Schöpf
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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