„Endlich wieder direkt ins Dorf“
Laas - Seit einigen Tagen gelangen die „Enderbrüggler“ dank der Montage einer provisorischen Behelfsbrücke, die auf der noch nicht fertiggestellten neuen Etschbrücke in Laas aufgesetzt wurde, endlich wieder direkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad ins Dorf. Perfekt ist dieses Provisorium zwar nicht – auf der Nordseite der Behelfsbrücke mussten aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Bahnlinie zwei Stufen errichtet werden –, aber die Mehrheit der „Enderbrüggler“ ist dennoch erleichtert. Der Shuttle-Dienst wurde Hand in Hand mit der Öffnung der Behelfsbrücke eingestellt. Worauf in Laas alle warten und hoffen, ist die Fertigstellung der neuen Etschbrücke. Die Arbeiten mussten Ende März unterbrochen werden, nachdem es zu einer Verformung des westlichen Fachwerkträgers gekommen war. Im Zuge der Betonage der Fahrbahnplatte hatte ein Fachwerkknoten infolge einer lokalen Drucküberlastung versagt. Nach vielen Treffen und Aussprachen hatte man sich auf ein Sanierungskonzept zur Behebung des Defektes geeinigt. Auf die Frage, wie es um die Umsetzung des Konzeptes steht und ob es einen Zeitplan dafür gibt, sagte Bürgermeisterin Verena Tröger am 26. Juni, dass sich die Gemeindeverwaltung weiterhin im Rahmen aller Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung stehen, um die Umsetzung des Sanierungskonzeptes bzw. die Fertigstellung der neuen Brücke bemühe. Einen konkreten Zeitplan könne sie vorerst leider nicht nennen. Fest stehe, dass für die Kosten der Sanierungsmaßnahmen nicht die Gemeinde aufkommen müsse. Die Verantwortlichkeiten würden von Sachverständigen geklärt und die Kosten entsprechend getragen. Die Gemeinde soll auf jeden Fall schadlos gehalten werden. Auch die Ausgaben für die Anlieferung der Behelfsbrücke aus Trient und deren Montage gehen nicht zu Lasten der Gemeinde. Mit sämtlichen Fragen und Aspekten im Zusammenhang mit dem Brückenneubau befasst sich im Auftrag der Gemeinde ein eigener Sachverständiger.
Ein Szenario, an das niemand denken möchte, das aber nicht ausgeschlossen werden kann, ist jenes, dass die ganze Sache vor Gericht landet. Wie langsam die Mühlen der italienischen Justiz arbeiten, ist hinlänglich bekannt.