Freiwillige stärken das Krankenhaus Schlanders
Schlanders - Am Abend des 9. Juni fand im Krankenhaus Schlanders eine Hygieneschulung für das Team der Nachtwache statt. Die Schulung wurde von Karla Stecher geleitet, die als Sanitätsassistentin im Krankenhaus für die Hygiene zuständig ist. Im Mittelpunkt standen wichtige Grundlagen und praktische Hinweise für den Einsatz der freiwilligen Helferinnen, die kranke Menschen sowie deren Angehörige in besonders sensiblen Momenten begleiten.
Viele tragen Initiative mit
Die Nachtwache im Krankenhaus ist eine Initiative, die von mehreren Partnern getragen wird: von der Krankenhausseelsorge, der Caritas-Hospizbewegung, dem KVW Bezirk Vinschgau sowie der Pflegedienstleitung. Ein besonderer Dank gilt Anita Tscholl von der Caritas-Hospizbewegung für ihre Impulse zum Aufbau der Initiative. Seit Anfang an dabei ist auch der KVW Bezirk Vinschgau, allen voran Bezirksvorsitzender Heinrich Fliri sowie Gottfried Theiner, der selbst in der Bezirksleitung tätig ist und sich mit großem Engagement in der Nachtwache einbringt. Von Seiten der Pflegedienstleitung zieht Simone Koppmann mit viel Umsicht und Einsatz die Fäden und sorgt gemeinsam mit den beteiligten Diensten dafür, dass die Begleitung gut abgestimmt und verlässlich organisiert ist.
Ein wichtiges Glied in dieser Kette ist auch der Portierdienst im Krankenhaus. Er ist eine zentrale Verbindungsstelle zwischen dem akuten Bedarf in der Struktur und den freiwilligen Helferinnen. Gerade in Situationen, in denen rasch Unterstützung gebraucht wird, ist diese Schnittstelle von großer Bedeutung. Derzeit engagieren sich 14 ehrenamt-
liche Helferinnen und Helfer in der Nachtwache. Sie kommen aus verschiedenen Orten des Vinschgaus, von Langtaufers bis Naturns, und stellen ihre Zeit, ihre Aufmerksamkeit und ihre Menschlichkeit zur Verfügung. Organisiert wird der Dienst über professionelle und zugleich unkomplizierte Kommunikationswege. Ein Beispiel dafür sind der digitale Planungskalender und die WhatsApp-Gruppe.
Starkes Miteinander
Nach der Hygieneschulung klang der Abend in geselliger Runde bei einem gemeinsamen Pizzaessen aus. Dabei wurde deutlich, dass die Nachtwache nicht nur organisatorisch gut aufgestellt ist, sondern auch von einem starken Miteinander lebt. Auch der ärztliche Leiter des Krankenhauses Schlanders, Primar Kurt Habicher, zollt den Ehrenamtlichen Dank und Anerkennung: „Ein großes Vergelt’s Gott an alle Ehrenamtlichen der Sitzwache. Ihr verlässlicher Einsatz ist gelebte Solidarität und eine wertvolle Unterstützung für unsere Patientinnen und Patienten, das Pflegepersonal und unser Krankenhaus.“
„Ein Herz für die Peripherie“
Auch die Nachtwache im Krankenhaus Schlanders läuft unter dem Motto: „Ein Herz für die Peripherie“. Mit diesem Leitgedanken hatte der KVW Bezirk Vinschgau eine Initiativreihe ins Leben gerufen, um die periphere Gesundheitsversorgung rund um das Krankenhaus Schlanders gemeinsam mit den Sprengelstrukturen und den Hausärztinnen und Hausärzten zu stärken. Die Nachtwache ist dafür ein besonders schönes Beispiel, denn sie zeigt, wie freiwilliges Engagement, professionelle Begleitung und menschliche Nähe zusammenwirken können.