Schritt für Schritt …
… zum elektrischen Bahnbetrieb
Bozen/Vinschgau - Am 21. Juni begann auf der Vinschger Bahnstrecke ein neues Kapitel: Zwischen Laas und Mals wurde erstmals ein neuer elektrischer Triebzug (Alstom Coradia Stream ETR 160) im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Damit begann die schrittweise Einführung des elektrischen Bahnbetriebs im oberen Vinschgau. Die neuen Coradia-Stream-Züge bilden die Grundlage für den künftigen Ausbau des Bahnangebotes im Vinschgau. Wie das Ressort Infrastrukturen und Mobilität des Landes mitteilt, bieten sie mehr Platz, höheren Komfort und moderne Technik. Die Züge wurden auch für den grenzüberschreitenden Einsatz entwickelt. Als Mehrsystemfahrzeuge können sie mit unterschiedlichen Stromsystemen betrieben werden (25 Kilovolt, 15 Kilovolt und 3 Kilovolt) und sind mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für eine bessere Anbindung Südtirols an Österreich und den europäischen Bahnverkehr.
„Ein Meilenstein“
„Die Inbetriebnahme des neuen Elektrozuges auf der Vinschger Bahnstrecke ist ein Meilenstein von großer Bedeutung für den Bahnverkehr in Südtirol. Mit diesen neuen Zügen machen wir einen echten Schritt nach vorne: für die Menschen im Vinschgau, für Pendlerinnen und Pendler sowie für alle, die komfortabel und zuverlässig mit der Bahn unterwegs sein möchten“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Das Ziel sei klar: „Wir wollen die Bahn in Südtirol Schritt für Schritt stärken, modernisieren und noch besser mit Europa verbinden. Der Westen Südtirols erhält damit mehr Kapazität, mehr Qualität und eine neue Perspektive für den öffentlichen Verkehr.“
Schneller und mehr Kapazität
Die neuen Elektrozüge, die nun im Vinschgau eingesetzt werden, verfügen über eine Leistung von rund 3.000 Kilowatt, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und bieten 381 Sitzplätze. Mit einem größeren Fahrradabteil verbessern sie den Komfort für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für Freizeitreisende und Radfahrerinnen und Radfahrer. „Die neuen Züge bieten mehr Platz. Mit der geplanten Direktverbindung nach Bozen geht zudem ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, sagt Michael Prader, Bereichsleiter für Rolling Stock & Schedules (Schienenfahrzeuge und Fahrpläne) bei der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Auf dem unteren Abschnitt zwischen Meran und Laas verkehren weiterhin Dieselzüge im Stundentakt. Einzelne Verbindungen am Morgen und am Abend werden weiterhin auf der gesamten Strecke zwischen Meran und Mals angeboten. Gleichzeitig bleibt der Ersatzverkehr der Linie B250 zwischen Meran und Mals im Halbstundentakt aufrecht. Die Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge erfolgt schrittweise.