„Priester und Gläubige gemeinsam“
Neuer Dekan in Amt eingeführt. Seelsorgeeinheit Schlanders-Laas offiziell aus der Taufe gehoben.
Schlanders - „Die Kirchturmpolitik hat ausgedient. Wir gründen Seelsorgeeinheiten, weil wir es tun müssen. Seelsorgeeinheiten sind die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.“ Es waren klare Worte, mit denen Bischof Ivo Muser am 13. Juni in der Schlanderser Pfarrkirche aufwartete. Er war nach Schlanders gekommen, um den neuen Dekan P. Jolly Chakkalakkal in sein Amt einzuführen, dem bisherigen Dekan P. Mathew Kozhuppakalam zu danken und die Errichtung der Seelsorgeeinheit Schlanders-Laas zusammen mit der Verantwortlichen vor Ort zu besiegeln. Wie Wolfgang Platter, der derzeitige Vorsitzende des Pfarreienrates der Seelsorgeeinheit Schlanders-Laas mit den 6 Pfarreien Schlanders, Kortsch, Laas, Eyrs, Tanas und Tschengls vorausgeschickt hatte, wäre eine Pfarrseelsorge im betroffenen Gebiet ohne die Missionare des hl. Franz von Sales (MSFS) nicht möglich.
Danke an die Ordensgemeinschaft MSFS
Auch der Bischof bedankte sich bei der Ordensgemeinschaft, die 2018 nach dem Abschied der Kapuziner die Betreuung des Klosters in Schlanders und die Seelsorge in der Gemeinde übernommen hatte. Die Pfarrgemeinden von Schlanders und Kortsch hatten sich bereits am 29. Mai anlässlich des 50-jährigen Priesterjubiläums bei Dekan P. Mathiew bedankt (siehe der Vinschger Nr. 11/2026).
8 Jahre lang hat P. Mathiew im Kloster und in den Pfarren Schlanders und Kortsch gewirkt. Beim Festgottesdienst am 13. Juni überreichte ihm der Bischof das Dekret zur Ernennung zum Spiritual am Priesterseminar in Brixen. Er wird seine neue Aufgabe im Herbst antreten. Als neuer Dekan wurde P. Jolly Joseph Chakkalakkal (MSFS) in das Amt eingeführt. Er übernimmt die Seelsorge in den Pfarreien Schlanders und Kortsch und leitet zudem die Seelsorgeeinheit Schlanders-Laas. Zum Pfarradministrator von Laas, Tanas, Eyrs und Tschengls wurde P. Nazareth Pascal D’Silva (MSFS) berufen, bei dem sich der Bischof ebenso bedankte wie bei Sebastian Egger, der seit 20 Jahren als Kooperator in Schlanders wirkt.
Seit 2021 in Schlanders und Laas
Der neue Dekan P. Jolly wurde 1961 in Kerala in Südindien geboren. 1988 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte später in Österreich und wirkte über mehrere Jahre hinweg als Kaplan in einer Wiener Pfarre. Nach seiner Rückkehr nach Indien (2004) war er 18 Jahre im Lehr- und Seelsorgedienst tätig. Auf Initiative von P. Mathew kam er 2021 nach Schlanders. 2022 ernannte ihn Bischof Ivo Muser zum Leiter der Seelsorgeeinheit Laas. Dekan P. Jolly sagte, dass er die neue, anspruchsvolle Aufgabe mit Verantwortung übernehme und bat die Gläubigen und Pfarrgremien um Unterstützung und Mithilfe.
Schlüsselwort „Miteinander“
Als Kernbotschaft gab der Bischof den Gläubigen das Miteinander in der Seelsorgeeinheit und in den Pfarreien mit auf den Weg: „Priester und Gläubige gemeinsam“. Die neue Seelsorgeeinheit möge in diesem Sinn wachsen und sich bewähren. Mit Gruß- und Dankesworten wartete auch Pater Johnson Michael Kallidukil auf, der Generalobere der Missionare des hl. Franz von Sales (MSFS). Zu den vielen Mitzelebranten gehörte auch der frühere Dekan Josef Mair. Mitgestaltet haben den festlichen Einzug von der Klosterkirche zur Pfarrkirche, die Amtseinführung des neuen Dekans und den feierlichen Festgottesdienst am Vortag des Herz-Jesu-Sonntages die Pfarrgemeinderäte, der Pfarreienrat, die Bürgerkapelle Schlanders, der Chor der Pfarrgemeinde Schlanders, die Schützen sowie viele Vereinsabordnungen. Den Abschluss bildete ein Umtrunk für alle, zu dem die Pfarreien und die Gemeinde Schlanders in das Kulturhaus eingeladen haben.