Wildverblasen ist Jagdkultur

Publiziert in 19 / 2026 - Erschienen am 20. Oktober 2026

Schlanders - Das Wildverblasen ist ein zentraler Bestandteil des jagdlichen Brauchtums und der Jagdkultur. Das Blasen der Jagdhornsignale dient dazu, den erlegten Tieren Respekt, Wertschätzung und Achtung zu erweisen, sowie dem Schöpfer und der Natur für den Jagderfolg zu danken. Auf Initiative der jungen Jägerin Victoria Walder und anderer passionierter Jäger wurden im Jagdrevier Schlanders kürzlich zehn erlegte Trophäenhirsche und ein Gamsbock von der Jagdhornbläsergruppe St. Hubertus totverblasen. In Anwesenheit zahlreicher Jägerinnen und Jäger, Familienmitglieder und Freunde präsentierten die Erleger stolz ihre Strecke. Beim Verblasen wird das erlegte Wild brauchtumsgerecht auf Zweigen gebettet. Die Jagdhornbläser spielten unter der Leitung von Hornmeisterin Verena Tröger den „Tiroler Jägergruß“, die „Fürstenfanfare“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“. Da jede Wildart ihr eigenes, spezifisches Totsignal besitzt, ertönten anschließend die Signale „Hirsch tot“, „Gams tot“ und „Halali Jagd vorbei“.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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