Anonym warten alle auf Rita.

„Neana isch es a so flott“

Publiziert in 4 / 2014 - Erschienen am 5. Februar 2014
Prad - „Iberoll isches flott ober neana wia af Prod“ riefen die Prader Daniel Angerer und Valentin Wallnöfer ins Publikum. Zusammen mit 16 Darstellern der Heimatbühne Prad wollten sie als Rapper „Krawatte & Krawalle“ die Rückkehr der ausgewanderten „Rita“ feiern. Am Samstag wurde Toni Bernharts Prader Stück uraufgeführt. Auf überraschende Weise, denn „neana“, nirgends, wird im Vinschgau gerappt wie in Prad. Neana wird die Bühne nur Nebenraum wie im Theatersaal von Prad. Neana sonst gibt es einen Toni Bernhart. Konsequent hat er den Spielern jene sprachlosen Diskussionen aufgezwungen, für die wir Älpler zum Teil heute noch berüchtigt sind. Ritas Heimkehr bewegt alle, sogar den Norbert, der jetzt „da durch muss“ oder den „Dutta“ - eine fernöstliche Anleihe des Autors, der so etwas wie einen Weisen spielt. Aus dem Programmheft ist nicht ersichtlich, wer was darstellt. Niemand kann Personen einer Rolle zuweisen. Regisseur Dietmar Gamper lässt sie einfach agieren. Überall im fast quadra­tischen Saal. Bernhart wollte Masse auf die Bühne bringen, die über Rita phantasiert. Am Ende konnten nur zwei Ritas Geheimnis lüften; beide hatten keine Möglichkeit, darüber zu reden. Prad wartet immer noch auf Rita. Die nächsten Aufführungen in „aquaprad“: 8. Februar (20 Uhr), 9. Februar (17 Uhr), 15. Februar (20 Uhr), 16. Februar (17 Uhr); Reservierung über 346 6037889. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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