Gruppenbild mit Mitarbeitern im Generatorhaus: (in den weißen Leibchen von links) Peter Klotz, Peter Niederfriniger und Karl Telser mit Technikern des Krankenhauses von Attat.

Äthiopien, wir kommen wieder!

Publiziert in 31 / 2012 - Erschienen am 5. September 2012
Wer einmal in die Entwicklungshilfe hineingeschnuppert hat, den lässt sie nicht mehr los! Schlanders - Peter Klotz aus Laas, Peter Niederfriniger aus Tanas und Karl Telser aus Kortsch jedenfalls zieht es jedes Jahr nach Äthiopien, eines der ärmsten Länder der Welt. Als Volontäre des Vereins „Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt“ unterstützen sie in Attat, 180 km von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt, einige Hilfsprojekte des Vereins mit ­ihrem handwerklichen Knowhow und ihrem praktischen Wissen. Vergangene Woche stellten die drei beherzten Freiwilligen im Innenhof der Bibliothek Schlandersburg im Kurzfilm „Ein Herz für Äthiopien“ und in einer Fotoschau die Schauplätze ihres Einsatzes und die Fortschritte ihrer Arbeit vor. In Äthiopien, das 94 Millionen Einwohner hat und dreimal so groß ist wie Deutschland, trifft es durchschnittlich zwei Ärzte und 18 Krankenhausbetten auf 100.000 Einwohner; eine für westeuropäische Verhältnisse unvorstellbare Herausforderung! Das Krankenhaus von Attat, das von den Südtiroler Ärzten derzeit erweitert wird, hat mit seinen 65 Betten und sechs Ärzten ein Einzugsgebiet von 1 Million Menschen; täglich kommen bis zu 300 Menschen in die Erste-Hilfe-Station und nehmen dafür kilometerlange Fußmärsche auf sich. Seit 15 Jahren hatte das Krankenhaus keine ausreichende Trinkwasser- und Stromversorgung mehr. So galt es für die Volontäre als erstes, die Tiefbrunnen wieder instandzusetzen und die gesamte Energieversorgungszentrale zu erneuern. Ein großes Projekt des Vereins „Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt“ war der Bau einer Mädchenschule für 600 Mädchen. Die Frauen werden in Äthiopien zur Schwerstarbeit herangezogen, sie werden unterdrückt und leiden unter der erschreckenden Tradition der Beschneidung. „Information und Aufklärung sind das Wichtigste für das Land“, sagte Peter Klotz, „Schulbildung für alle, Förderung der Frauen und Familie, Gesundheitserziehung und Hygiene, Trinkwasserversorgung und Freizeitangebote sind die Perspektiven für die Zukunft“.Dafür setzen sich auch Peter Klotz, Peter Niederfriniger und Karl Telser ein. Ingeborg Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Vinschger Sonderausgabe

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