Alten Brauch neu belebt

Publiziert in 15 / 2014 - Erschienen am 24. April 2014
Kastelbell - Wie in vielen anderen Pfarrgemeinden war der Brauch des Osterratschens auch in der Pfarrei zum hl. Apostel Andreas in Marein-Kastelbell verschwunden. Bereits im Vorjahr hatte sich Florian ­Jennewein, der in Marein Kastelbell zusammen mit Andreas Mitterer den Mesnerdienst verrichtet, vorgenommen, diesen Brauch neu zu beleben. Am Karfreitag 2013 war er zusammen mit Helmuth Tonner aus Galsaun nach St. Pauls gefahren, wo das Osterratschen stark gepflegt wird. Florian konnte sich die Ratsche im Kirchturm nicht nur ansehen, sondern sie auch betätigen. Mit seinem Arbeitskollegen Stefan Telfser fuhr der junge Mesner später ins Passeiertal, wo dann in einer Tischlerei die neue Ratsche für Marein Kastelbell aus Hartholz (Federn) sowie Fichten- und Lärchenholz angefertigt wurde. Erstmals zu hören war die Ratsche heuer zu Ostern, und zwar am Karfreitag und Karsamstag. Das Osterratschen ersetzt bekanntlich während der Zeit der Grabesruhe Jesu das Glockengeläut. Finanziell unterstützt hat die Anfertigung des Resonanzkörpers aus Holz die Raiffeisenkasse Tschars mit Obmann Karl Bernhart. „Wenn das Osterratschen bei der Bevölkerung gut ankommt, werden wir für 2015 vielleicht eine größere Ratsche anfertigen“, verriet Florian Jennewein dem der Vinschger. Im Anschluss an das Osterratschen am Karsamstag zu Mittag wurden die Teilnehmer zu einer warmen Suppe eingeladen. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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