Alois Holzknecht reiste viel und gern und schickte von allen Wallfahrtsorten, die er besuchte, eine Ansichtskarte an seine Frau Antonia Kobald.

Ein Zeitzeuge ist verstummt

Publiziert in 3 / 2015 - Erschienen am 28. Januar 2015
Meran/Martell - Anfangs August hat Alois Holzknecht aus Martell dem der Vinschger seine Erinnerungen an die Optionszeit erzählt; am 21. Jänner - zwei Monate vor seinem 95. Geburtstag - ist er in Rabland zu Grabe getragen worden. Holzknecht wuchs als 3. Kind des Josef und der Maria Holzknecht am Unterstadelhof in Waldberg, Martell, auf. Das Schicksalsjahr 1939 erlebte er als Maturant am Johanneum in Dorf Tirol. Alois Holzknechts Familie optierte für Italien. Bis zum erzwungenen Kriegsdienst in der Wehrmacht ab 8. Mai 1944 war er in Martell verantwortlich für die Abgaben der Bauern an die Behörden. Am 20. Juli 1946 wurde er zum kommissarischen Bürgermeister ernannt und 1952 dann auch gewählt. Ein Jahr nach seiner Wahl 1964 verließ er mit Frau Antonia Kobald und fünf kleinen Kindern angefeindet und verleumdet das Martelltal und zog nach Meran. 1980 überreichte ihm Bürgermeister Erwin Altstätter eine Ehrenurkunde und erinnerte an seine Verdienste um die Gemeinde Martell. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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