Auch Jugendtreff-Besucher vor morgen nahmen an der Eröffnung teil.

Hier lässt sich’s gut „chillen“

Publiziert in 32 / 2014 - Erschienen am 17. September 2014
Erweiterter Jugendraum in Stilfs offiziell eröffnet Stilfs - Ein Treffpunkt für Jugendliche ist besonders in abwanderungsgefährdeten Dörfern wichtig. Zum Beispiel in Stilfs, wo am 6. September das vor rund zwei Jahren umgebaute und erweiterte „Chill House“ gesegnet und offiziell eröffnet wurde. Ines Pritzi, die Vorsitzende des Vereins „Jugendtreff Chill House“, freute sich im Namen des Vorstandes und aller Jugendlichen, dass es gelungen ist, aus einem ursprünglich kleinen Raum einen neuen und viel größeren zu schaffen. Sie dankte der Gemeinde, dem Jugendtreff-Vorstand, dem Jugenddienst Obervinschgau mit Stefan Hellweger an der Spitze, dem Amt für Jugendarbeit, dem Architekten Arnold Gapp, dem E-Werk Stilfs, der Raiffeisenkasse Prad-Taufers und allen, die in irgendeiner Form einen Beitrag für das Entstehen des neuen Jugendtreffs geleistet haben. Einen besonderen Dank zollte sie dem Jugendarbeiter Burkhard Kuntner, der sehr gute Arbeit leiste. „Die Jugend ist unsere Hoffnung und Zukunft“, sagte Bürgermeister Hartwig Tschenett. Das „Chill House“ trage dazu bei, die Abwanderung einzudämmen. ­Übrigens: Die Einwohnerzahl der Gemeinde Stilfs ist seit 2010 bis jetzt von 1.220 auf 1.170 gesunken. Auch Gemeindereferent Armin Angerer verwies auch die Bedeutung des Jugentreffs für die Jugendlichen, die Kinder und die gesamte Dorfgemeinschaft. Angerer dankte auch den früheren Gemeindeverwaltern. Es war nämlich vor 10 Jahren, als in Stilfs erstmals ein kleiner Jugendraum eingerichtet werden konnte. Gesegnet hat das erweiterte „Chill House“ Pfarrer Florian Öttl. Er rief die jungen Leute dazu auf, auf ihr Heim zu schauen und so zu lernen, Verantwortung zu übernehmen. Klaus Nothdurfter, der Direktor des Amtes für Jugendarbeit, lobte die offene Jugendarbeit in Stilfs. Er überbrachte auch die Grüße von Jugendlandesrat Philipp Achammer, der versprochen habe, in absehbarer Zeit ins „Chill House“ zu kommen, um mit den Jugendlichen ausführlich zu sprechen. Die gelungene ­Eröffnungsfeier, an der auch die Dorfbevölkerung zahlreich teilnahm, hatten die Jugendlichen in Eigenregie organisiert. Der Name des Jugendtreffs ist übrigens zugleich Programm, denn „Chillen“ (englisch für Rumhängen, Abhängen), ist laut Burkhard Kuntner das, was den Jugendlichen am besten gefällt: „Einfach nichts tun, oder das, was ihnen selbst wirklich gefällt.“ Zu den Lieblingsbeschäftigungen gehören Musik-Hören, Kartenspielen, Plaudern und Diskutieren. Außerdem gibt es im „Chill House“ auch eine kleine Küche. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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