Kleiner und großer Hirte auf der Morterer Alm, links die alte Bewässerungsrinne.

Von schottischen Hochlandrindern und Mineralien

Publiziert in 25 / 2013 - Erschienen am 10. Juli 2013
Rundwanderung um und auf den Aussichtsberg Zwölferkreuz (2.512 m) „Es ist feinfaserig und cholesterinarm, das Fleisch der Hochlandrinder“, schwärmt Züchter Lorenz Müller. Seit 2002 alpen die langzotteligen, harmlosen Tiere der Züchter aus der Umgebung auf der Morterer Alm. Heuer sind es an die 60 Tiere, die dort zwischen Mitte Juni bis Ende September Sommerfrische machen, unter ihnen auch einige Rinder, die Milch für den Almkäse liefern. Bis knapp unter die kleine Alm, die 2001 neu errichtet wurde, führt seit Jahren die verlängerte Almstraße. So schaffen auch gehmüde Wanderer die knapp 100 Hm bis zur Alm. Bequem ist dies auch für die Besucher des alljährlichen Almfestes, das heuer am 27. Juli 2013 stattfindet. Neben dem neu errichteten Almgebäude aus Holz, führt der Bewässerungskandl auf Pfeilern seit Jahrhunderten das Wasser von der Alm auf die darunter liegenden Wiesen. Jedoch haben sie nur noch Dekorationswert und bieten den schwarzen Beregnungsschläuchen ein Versteck. Unbekannt sind dem Almmeister Lorenz Müller die im Internet publik gemachten Mineralienfunde oberhalb der Alm, auf dem sogenannten Boden. Von Glimmer, Turmalin und Granat in den alten Moränen ist die Rede. „Hier finden sich teilweise riesiger Glimmer (Muskovit) und Turmalin in brilliant schwarzer Farbe. Als absolute Ausnahme sind auch kleine Bergkristalle zu finden.“ Auch von sehr viel Glimmerschiefer mit Granateinschlüssen ist die Rede. Genaueres nachzulesen unter www.mineralienatlas.de. Wanderführerin Andrea Kuntner Info Wanderroute: Ausgangspunkt: Latscher Alm (1.714 m) Anfahrt: Mit dem Auto über den Almweg bis zur Abzweigung zur Latscher Alm. Gesamtgehzeit: 5,5 Std. Höhenmeter: ca 1.150 Wegverlauf: Ca. 5 Min. dem Almweg folgen und dann links etwas steiler bergan zur Latscher Alm (15 Min.). Von dort ca. 5 Min. auf dem Almweg, dann links in den dichten Nadelwald , später über Almmatten steil hinauf bis zum Kamm und über den Grat mit Trittsicherheit zum Gipfel (2,5 Std.). Abgestiegen werden kann über eine Hochfläche hinab zur Morterer Alm (1 Std.) und nach Burgaun (1,5 Std.) oder kurz unter der Morterer Alm links dem Fischersteig (Nr. 12) folgend nach Töbrunn, dann über die Forststraße zum Auto (120 Hm, 1,5 Std.).
Andrea Kuntner
Andrea Kuntner
Vinschger Sonderausgabe

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