Wer sattelt das Pferd?
Rechnet man auch die sogenannten Auslandswähler dazu, sind am 8. Mai in Schluderns insgesamt rund 1.650 Wählerinnen und Wähler zum Urnengang aufgerufen.

Alles bereit für den 8. Mai

Publiziert in 14 / 2016 - Erschienen am 13. April 2016
4 Listen bzw. Parteien mit 4 Bürgermeisterkandidaten Schluderns - Am 8. Mai haben in Schluderns erneut die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger das Wort. Erneut deshalb, weil sie binnen weniger Jahre nun schon zum dritten Mal dazu aufgerufen sind, einen neuen Bürgermeister und einen neuen Gemeinderat zu wählen. 2010 war Erwin Wegmann auf der Liste der SVP zum Bürgermeister gewählt worden. Im Dezember 2013 wurde er mit dem Rücktritt von 8 Ratsmitgliedern aus dem Sattel gehoben. Im Frühjahr 2014 gelang es ihm zwar, den Bürgermeistersitz mit der „Bürgerliste Schluderns“ zurückzuerobern, doch auch diese Amtszeit war nur von kurzer Dauer. Weil es im Dezember des Vorjahres nicht gelang, die zurückgetretene Vizebürgermeisterin zu ersetzen, musste erneut ein außerordentlicher Kommissär ernannt werden. Erwin Wegmann hat sich indessen entschieden, aus der Gemeindepolitik auszuscheiden. Bei den nun anstehenden Neuwahlen am 8. Mai treten 4 Parteien bzw. Listen mit insgesamt 4 Bürgermeisterkandidaten an. Schon allein aufgrund dieser Vielfalt dürfte es erneut ziemlich spannend werden. der Vinschger hat die BM-Kandidaten gefragt, warum sie Bürgermeister werden wollen und welches für sie die wichtigsten Ziele bzw. Vorhaben sind. Für mehr Sachpolitik Neu ist bei diesen Wahlen die „Dorfliste Schluderns“. Der Bürgermeisterkandidat heißt Franz Kofler. Er ist Inhaber eines Betriebes für Heimtextilien und Bodenbeläge. „Die Entscheidung, für das Amt des Bürgermeister zu kandidieren, ist eigentlich spontan gefallen“, sagt Franz Kofler. Sollte er als Bürgermeister gewählt werden, „möchte ich die Gemeinde Schluderns mit meiner politischen Erfahrung zusammen mit den Gemeinderäten und den Gemeinde-Mitarbeitern sowie den Bürgerinnen und Bürgern in die Zukunft führen.“ Ein besonderes Anliegen sei ihm die Sachpolitik. Diese gelte es wieder viel stärker in den Vordergrund zu rücken. Es gebe eine Reihe von Vorhaben und Projekten, die anzugehen sind. „Die politische Erfahrung als Vizebürgermeister und Gemeindeausschussmitglied sowie die verwaltungstechnische Erfahrung als Raika-Vorstandsmitglied werden mir dabei behilflich sein“, ist Franz Kofler überzeugt. Für den Gemeinderat treten auf der „Dorfliste Schluderns“ folgende 12 Personen an: Patrik Fratton, Romina Eber­höfer, Stefan Kofler, Corrado ­Cecarelli, ­Lukas Hilber, Ettore ­Manzella, ­Jasmin Hilber, Martin Frank, ­Arnold Tscholl, Markus Kofler, Ronald Anstein und Walter Gruber. „Damit endlich Ruhe einkehrt“ „Ich möchte Bürgermeister werden, um endlich Ruhe in die Bevölkerung zu bringen. Außerdem sollen die Bürgerinnen und Bürger wieder Zuversicht und Vertrauen in die Gemeindepolitik gewinnen können“, sagt der Biobauer Andreas Hauser. Er ist der Bürgermeisterkandidat der „Bürgerliste Schluderns“. Andreas Hauser kann bereits auf Erfahrungen im Ausschuss und im Gemeinderat zurückblicken. Das erste und wichtigste Ziel ist für ihn der Bau des Kindergartens, gefolgt von anderen, derzeit noch anstehenden Projekten. Der Bürgermeisterkandidat der „Bürgerliste Schluderns“ nennt hierbei die Vorhaben Altersheim, E-Werk und Musikprobelokal. Es gelte, diese Projekte umgehend in Bezug auf die Finanzierung und Umsetzung zu prüfen. Für den Gemeinderat stellen sich auf der „Bürgerliste Schluderns“ zehn Personen den Wählerinnen und Wählern: Andreas Punter, Irene Fritz, Brigitta Stecher, Martha Innerhofer, Christian Schwarz, Andrea Kuppelwieser, Stephan Anton ­Gander, Ulrich Ruepp, Elmar Abart und Alois Paulmichl. Für einen neuen Politikstil Der Bürgermeisterkandidat der SVP heißt Peter Trafoier. Er war kaufmännischer Angestellter und ist seit einiger Zeit Pensionist. Auf die Frage, warum er Bürgermeister werden will, meinte Peter Trafoier: „Ich vertrete einen neuen Politikstil, der auf Vertrauen, Ehrlichkeit und Nachvollziehbarkeit basiert. Ich bin vom Typ her immer um Ausgleich bemüht und möchte, dass im Dorf Ruhe und Harmonie herrscht. Ich stehe für die Einhaltung der demokratischen Grundregeln, das heißt Mehrheitsvorschläge und Beschlüsse sind zu respektieren. Eine gute Kommunikation und Informationsaustausch sowie Transparenz und gute Zusammenarbeit auf Gemeindeebene sind mir wichtig. Ich freue mich schon auf diese neue Herausforderung und werde für die Schludernser Bürger und Bürgerinnen mein Bestes geben.“ Die wichtigsten Ziele und Vorhaben sind für Peter Trafoier, „dass die bereits beschlossenen Vorhaben bzw. Projekte, z.B. Kindergartenbau, Musikprobelokal usw., endlich umgesetzt werden. Außerdem müssen anstehende wichtige Projekt wie die Modernisierung und der Ausbau des Altersheims vorbereitet und vorangetrieben werden. Bei Großprojekten erscheint es mir sehr wichtig, dass die Schludernser Bürgerinnen und Bürger vermehrt bereits im Vorfeld mit einbezogen werden. Ich möchte, dass die gewählten Gemeindevertreter in Zukunft wieder enger zusammenarbeiten und konstruktiv im Sinne der Bevölkerung gearbeitet wird. Alle SVP-Vertreter von ­Schluderns, also das SVP-Team, werden ihr Bestes geben um das Zusammengehörigkeitsgefühl in Schluderns wieder zu stärken um das Dorf bzw. die Anliegen der einzelnen Bürger und Bürgerinnen voranzubringen.“ Die 12 Kandidaten/innen der SVP für den Gemeinderat sind: Holger Gunsch, Heiko Hauser, Edwin Lingg, Raimund Lingg, Andreas Oberhofer, Elmar Rainalter, Friedhelm Ruepp, Simone Anna Sagmeister Klotz, Martin Stecher, Mirko Stocker, Rudolf Stocker und Pia Trafoier Marigo. Für einen Neubeginn Für „Mitnond – Freie Liste ­Schluderns“ tritt der Sozialwissenschaftler Armin Bernhard als Bürger­meisterkandidat an. Auf die Frage, warum er Bürgermeister werden will, meinte Bernhard: „Nach meinen Erfahrungen in der letzten kurzen Periode und dem Einsatz, die Vorhaben wie Kindergarten, Altersheim und andere mehr, voranzubringen, bin ich überzeugt, dass es einen anderen Politikstil braucht. Die Politik sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen und den Bürgerinnen und Bürgern mehr Mitentscheidung ermöglichen. Die Politik muss sich mehr den Allgemeininteressen widmen und mit der Bevölkerung die Gemeinde gestalten und mit ihnen Dinge umsetzen. Ich bin überzeugt, dass wir einen Wandel nötig haben und dafür brauchen wir auch neue Personen. Wir sollten die letzten Jahre abschließen und neu beginnen. Gemeinsam mit unserer Liste möchte ich einen Teil zu diesem Wandel beitragen, damit was in Bewegung kommt.“ Welches sind die wichtigsten Ziele und Vorhaben von „Mitnond – Freie Liste Schluderns“? Armin Bernhard: „Unsere Liste hat sich von Beginn an dafür eingesetzt, dass mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Schludernser Politik Einzug halten. Dies sind weiterhin zwei wichtige Anliegen. Wir finden eine Politik sinnvoll, die sich mehr dem Gemeinwohl als den Partei- und Lobbyinteressen verpflichtet. Die Gemeinde soll sich für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen stark machen und ihnen deshalb viel mehr Mitentscheidung ermöglichen. Neben der Umsetzung einiger konkreter Projekte, die schon jahrelang auf die Verwirklichung warten, sind wir überzeugt, dass wir gemeinsam mit der Bevölkerung neue Impulse für Schluderns geben werden.“ Die Gemeinderatskandidaten/innen heißen Monika Gunsch, Armin Rauch, Karin Thöni Klotz, Florian Thaler, Brunhilde Gostner, Thomas Spiss, Carmen Thanei, Christian Riedl, Astrid Reinstadler und Josef Jörg. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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