„Lebe Dein Talent“
Südtiroler Handwerk wirbt um neue Fachkräfte
Handwerk hat Zukunft.
Handwerk hat Zukunft.

Wähle Handwerk!

2018 ist ein großes Wahljahr. Was viele Jugendliche besonders bewegt, ist die eigene Berufswahl.

Publiziert in 7 / 2018 - Erschienen am 27. Februar 2018

Vinschgau/Südtirol - Das Südtiroler Handwerk wirbt zurzeit mit seiner Generation H Kampagne gezielt um neue Fachkräfte. Nach dem Motto „lebe Dein Talent“ soll Südtirols Jugend motiviert werden, einen Lehrberuf zu ergreifen und so eine intelligente Wahl für das ganze Leben treffen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Südtiroler Handwerk krisenresistent ist. Die Zukunftsprognosen sind mehr als optimistisch. Das bietet allen Arbeitssuchenden Sicherheit, besonders jenen, die sich für einen Lehrberuf entscheiden.

Sicherheit zählt 

Und Sicherheit zählt, gleich wie die Liebe zum eigenen Beruf, ohne die das Geplante nicht gelingen kann. Zur Freude an der Arbeit trägt auch das neue und moderne Image des Handwerks bei. Innovation, Professionalität, modernste Technologien und Arbeitsweisen prägen den Arbeitsalltag. Garantiert ist zudem ein familiäres Arbeitsklima, das auf Hausverstand und Vertrauen baut, die eigene Kreativität fördert und zur Eigenverantwortung führt.

Über 60 handwerkliche Berufe

Wer sich also zu einem der über 60 handwerklichen Berufe hingezogen fühlt, kann den Schritt in die Zukunft mit gutem Gewissen wagen und selbstbewusst auf eine Karriere im Handwerk setzen. Die Generation H lädt ein, die über 60 handwerklichen Berufe auf der Seite www.generation-h.net/traumjob im Detail kennen zu lernen. Neben einer bunten Vielfalt an Möglichkeiten findet man auch alle Informationen und Kontaktdaten zum Ausbildungsweg.

Berufsmatura

Dabei punktet Südtirol neben der neu eingeführten Möglichkeit zur Berufsmatura mit seinem dualen System. Hier wird die praktische Lehre im Betrieb mit einem begleitenden Theorie- und Fachunterricht kombiniert. Ein Erfolgsmodell, das seit Jahren perfekt funktioniert und zu Spitzenleistungen führt. So sind die Lehrlinge heute mit Recht stolz auf ihren Beruf, sie lernen nicht nur, sondern können auch etwas. Vorbei sind die Zeiten wo nur jene ins Handwerk gingen, die nicht für eine weiterführende Schule geeignet waren.

Helle Köpfe gesucht

Heute im digitalen Zeitalter werden im Handwerk die hellen Köpfe gebraucht und gesucht. Der prognostizierte Fachkräftemangel der Zukunft ist wie eine Bank für die talentierte Jugend von heute. 43.097 Beschäftigte und 3.470 Lehrverträge zählt das Handwerk zurzeit. Mitarbeiter, die auf großen Respekt in der Gesellschaft zählen können. Immerhin bescheinigen bei einer aktuellen Umfrage 49% der Südtiroler den Handwerkern ein hohes und 29% sogar ein sehr hohes Ansehen. Handwerksmeister schneiden noch besser ab. Die Befragten unterstreichen das allgemein positive Image der ganzen Branche, das sich in den letzten Jahren noch weiter verbessert hat.

Karriere im Handwerk

Es spricht also alles für eine Karriere im Handwerk: vom Lehrling zum Meister, von der Landesmeisterschaft zur Weltmeisterschaft, vom Angestellten zum Unternehmer … 

„Alle Wege offen“

„Handwerk knüpft an Bewährtem an, achtet die Tradition und vernachlässigt dabei nicht die Innovation“, ist die Direktorin der Landesberufsschule Schlanders, Virginia Maria Tanzer, über-zeugt. Ein Handwerker zeichne sich auch dadurch aus, dass er Fachkompetenz, Kreativität und Flexibilität mit Kundennähe ver-bindet. „In diesem Sinne bereiten wir unsere Schüler bzw. Lehrlinge auf die berufliche Zukunft vor“, so Tanzer. Auch die Politik habe die Wichtigkeit der beruflichen Bildung erkannt und die gesetz-lichen Voraussetzungen für einen offenen Bildungsweg und somit eine Aufwertung für das Hand-werk geschaffen. „Fachschülern und Lehrlingen stehen bis hin zum Studium im In- und Ausland alle Wege offen.“

„Farben haben es mir angetan“

Für die Ausbildung als Malerin hat sich Anja Innerebner (18 Jahre) aus Weißenbach im Sarntal in erster Linie deshalb entschieden; „weil mir die Farben schon immer gefallen haben, und zwar schon während der Mittelschulzeit.“ Sie ist überzeugt, nach dem Abbruch einer anderen Schule die richtige Wahl getroffen zu haben. 2016 hat Anja ein Praktikum absolviert. „Es war so wie ich es mir vorgestellt hatte und ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln.“ Die junge Sarnerin schätzt das duale Ausbildungssystem an der Landesberufsschule, die sie derzeit im zweiten Jahr besucht: „Mit dieser Art von Ausbildung lassen sich Theorie und Praxis gut miteinander verbinden.“

„Bei WM vieles gelernt“

Wie stark das Südtiroler Handwerk auf dem internationalen Parkett ist, hat sich einmal mehr bei der Berufsweltmeisterschaft 2017 in Abu Dhabi gezeigt. Der junge Zimmerer Moritz Mayr aus Tabland zum Beispiel hat in Abu Dhabi die Silbermedaille geholt. Zusätzlich dazu hat der Herzblut-Handwerker noch etwas mit nach Hause gebracht: „Vor allem beim Training habe ich Dinge gelernt und Erkenntnisse gewonnen, die mir jetzt bei der täglichen Arbeit zu Gute kommen. Bei bestimmten Arbeitsschritten bin ich schneller und geschickter.“ Zu seiner weiteren beruflichen Laufbahn sagt Moritz: „Vielleicht mache ich den Meister.“

„Auf Geschmack gekommen“

Andreas Weiss (24 Jahre) aus Unser Liebe Frau im Walde hat sich relativ spät für den Beruf des Maurers entschieden: „Ich war früher Kochgeselle und habe drei Jahre lang jeweils während der Wintersaisonen in der Gastronomie gearbeitet.“ Dass es eigentlich der Beruf des Maurers ist, der ihm wirklich zusagt, entdeckte er, als er während zweier Sommer als Maurergehilfe tätig war. „Erst durch diese Arbeit kam ich auf den Geschmack“, sagt Andreas. Er steht derzeit im 3. Ausbildungsjahr an der Landesberufsschule Schlanders. Sein Ziel ist es, als Maurer so weit wie möglich zu kommen. Die Chancen dafür seien gut: „Wir werden gut ausgebildet, die Wirtschaft blüht und wir sind voll motiviert.“

„Ich will selbstständig werden“

Tobias Oberhofer (16 Jahre) aus Rodeneck wollte immer schon Fliesenleger werden. Erste praktische und auch theoretische Erfahrungen über den Beruf des Fliesenlegers konnte er sich bei seiner Mitarbeit im väterlichen Betrieb aneignen. Derzeit absolviert Tobias das zweite Ausbildungsjahr an der Landesberufsschule Schlanders. Von der dualen Ausbildung ist er ebenso begeistert wie vom vielfältigen Wissen, „das uns zu vielen interessanten Themen vermittelt wird.“ Der angehende Fliesenleger ist überzeugt, dass er einen Beruf mit Zukunft gewählt hat. Sein großer Wunsch: „Ich möchte eines Tages selbstständig werden.“ 

„Mit Bachelor gleichstellen“

Vor 5 Jahren wurde der Südtiroler Meisterbund gegründet. Er setzt sich seither konsequent für die Interessen der Meisterinnen und Meister ein. „Es geht in erster Linie darum, dem Titel Meister zu mehr Anerkennung zu verhelfen“, sagt der Maler-Meister Alois Ausserer vom Malerbetrieb „Thaler Johann OHG des Ausserer Alois & Thaler Horst“ und der Firma „Maler GmbH“ auf der Töll. Ausserer, der im Rat der Meister die Sparte Bau vertritt, ist überzeugt, „dass es zu einer Gleichstellung des Meisters mit dem Bachelor kommen muss.“ Von einer solchen Gleichstellung würden alle profitieren. Die Meisterbetriebe ebenso wie deren Mitarbeiter, die Kunden, die Wirtschaft und die ganze Gesellschaft. Als Dreh- und Angelpunkte aller Bemühungen nennt Ausserer die Stichworte Qualität und Kundenberatung.

Wähle Handwerk -  es hält was es verspricht! Red

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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